aHUS-Patient

Atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS)

Eine komplementvermittelte Schädigung der Blutgefäße

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AHUS

Was ist aHUS?

Das atypische hämolytisch-urämische Syndrom (aHUS) ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der das Komplementsystem, ein Teil des Immunsystems, unkontrolliert und übermäßig aktiv ist, weil wichtige Steuerungs- und Effektorproteine fehlen oder nicht richtig funktionieren. Bei Patienten, die an aHUS erkranken, entstehen Blutgerinnsel im ganzen Körper, die vor allem kleine Gefäße (Kapillaren) verstopfen. Dadurch wird die Durchblutung lebenswichtiger Organe beeinträchtigt und sie können irreversibel geschädigt werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können gleichermaßen an aHUS erkranken. Bei etwa 50 Prozent der Patienten führt aHUS in kürzester Zeit zu einem vollständigen Nierenversagen und macht sie dialyseabhängig. Da das unkontrollierte Komplementsystem im gesamten Körper aktiv ist, können die Folgen von aHUS auch den ganzen Körper betreffen.

atypisch = vom Typus abweichend
hämolytisch = Auflösung der roten Blutzellen
urämisch = Kontamination des Blutes durch Substanzen, die eigentlich mit dem Harn ausgeschieden werden sollten
Syndrom = Kombination von verschiedenen Krankheitszeichen

Häufigkeit der Erkrankung

aHUS ist eine sehr seltene Erkrankung. Das bedeutet, dass weniger als 1 von 50.000 Menschen betroffen ist.

Erkrankungsalter

aHUS kann bereits in den ersten Lebensmonaten aber auch (viel) später im Erwachsenenalter auftreten.

Geschlecht

Bei Kindern tritt aHUS geschlechtsunspezifisch auf. Im Erwachsenenalter sind Frauen häufiger als Männer betroffen.

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Krankheitsverlauf

Was passiert bei aHUS?

 

Schritt 1:
Erhöhte, unkontrollierte Aktivierung des Komplementsystems aufgrund eines Defekts an Steuerungs- und Effektorproteinen, die normalerweise die Aktivität und Funktion des Systems regulieren oder ein Teil der Aktivierungskaskade sind. 
 

Schritt 2: Die unkontrollierte Aktivität des Komplementsystems führt vor allem zur Schädigung der Blutgefäßinnenwände, genauer der Endothelzellen. 
 

Schritt 3:
Dadurch entstehen Blutgerinnsel in den kleinen Gefäßen und bilden eine sogenannte thrombotische Mikroangiopathie (TMA).
 
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Klinisches Bild und Symptome

Klinisches Bild

 


Mangel an Blutplättchen


Mangel an roten Blutzellen

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Klinisches Bild und Symptome

Symptome

Zwei wichtige Symptome weisen auf aHUS hin: die Zerstörung von roten Blutzellen (Hämolyse) und die Anreicherung des Blutes mit schädlichen und giftigen Abfallprodukten des Stoffwechsels, hervorgerufen durch ein Nierenversagen (Urämie).

Charakteristisch für aHUS ist darüber hinaus auch ein Verbrauch der Blutplättchen, welche für die Blutgerinnung gebraucht werden. Verursacht wird die Erkrankung durch eine genetisch bedingte oder erworbene Störung des Komplementsystems, das ein Teil des Immunsystems ist.


Symptome von aHUS, die Sie selbst als Patient sehen und fühlen können:

Müdigkeit / allgemeine Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen

Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, in Bauch oder Brust

Plötzliche Verwirrtheit, Krampfanfälle, Schlaganfall

Krämpfe

Symptome, die nicht oder nur durch das geübte Auge von außen sichtbar sind (v.a. Schäden an den inneren Organen) z. B.:

Nierenschaden

Bluthochdruck / Herzschwäche

Blutgerinnsel (Thrombosen) / Organinfarkte

Zerstörung roter Blutzellen (hämolytische Anämie)

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Klinisches Bild und Symptome

Komplikationen

Das ständig aktive Komplementsystem beschädigt die Blutgefäßinnenwände. Dadurch können feine Gefäße verstopfen (TMA), wie sie zum Beispiel in den Nieren vorkommen.

Schematische Darstellung eines gesunden und eines verletzten Blutgefäßes

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Diagnose und Therapie

Diagnose des aHUS

Ein einfacher Test für die Diagnosestellung von aHUS existiert noch nicht. Da die Erkrankung genetisch bedingt ist, wird der Arzt bei der Erfassung der Krankengeschichte (Anamnese) fragen, ob bereits ein anderes Familienmitglied an aHUS erkrankt ist oder ein Nierenleiden hat. Im weiteren Verlauf wird er nach bestimmten typischen Zeichen und Symptomen suchen und die Ergebnisse der Labortests analysieren. Auf aHUS könnte beispielsweise hinweisen, dass beim Erkrankten ein Nierenversagen in Kombination mit einer zu geringen Anzahl von Blutplättchen und roten Blutzellen festgestellt wurde. Auch Magen-Darm-Störungen, Krampfanfälle und Verwirrtheit können Indikatoren für aHUS sein.
Zu einer schnellen und sicheren Diagnose zu kommen, erweist sich als schwierig, weil bei einer Reihe von anderen Erkrankungen ähnliche Symptome auftreten. Es bedarf deshalb zusätzlicher, spezieller Laboruntersuchungen, um das aHUS von anderen Erkrankungen, wie der TTP (thrombotisch thrombozytopenische Purpura) und dem STEC-HUS (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Form des hämolytisch-urämischen Syndroms), zu unterscheiden.

 

Obwohl aHUS seine Ursache in genetischen Veränderungen hat, ist zum Zweck des eindeutigen Nachweises eine genetische Untersuchung generell nicht zwingend erforderlich. Dennoch könnte sie im Einzelfall sinnvoll sein, weil sie dem Arzt unter Umständen zusätzliche Informationen liefert. Ob solch eine Untersuchung in Ihrem speziellen Fall sinnvoll sein könnte und ob sie weitere Erkenntnisse bringt, kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt erläutern.

Warum dauert es manchmal so lange bis die Diagnose steht?

aHUS kommt nur selten vor und äußert sich in ganz unterschiedlichen Beschwerden, die der Erkrankung anfangs nicht eindeutig zuzuordnen sind (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Erschöpfungszustände, aber auch schwere Herz-Kreislauf-Probleme und Ausfall der Nierenfunktion, sowie neurologische Probleme, z. B. Krampfanfälle).

Eine weitere Schwierigkeit bei der Diagnosestellung ist der Krankheitsverlauf. Bei manchen Patienten treten sehr plötzlich gravierende Symptome auf, wohingegen die aHUS-Anzeichen bei anderen sehr abgeschwächt wahrnehmbar sind.

Manchmal sind die Patienten sogar über lange Zeit gänzlich beschwerdefrei. Die Krankheit kann sich bereits in den ersten Lebensmonaten zeigen, sie kann aber auch erst später ausbrechen. Auslöser für den Beginn sind oftmals Infektionen.

Um aHUS zu diagnostizieren, sind verschiedene Untersuchungen nötig:

  • Bestimmung des LDH-Wertes
  • Bestimmung des Kreatininwertes
  • Bestimmung der Anzahl der Blutplättchen
  • Bestimmung des Hämoglobinwertes

Nur durch Blutuntersuchungen lässt sich einwandfrei feststellen, ob aHUS vorliegt oder nicht. Ist dieses einmal diagnostiziert, sind regelmäßige Kontrollen wichtig, um die Krankheitsaktivität engmaschig zu überwachen.

aHUS ist bis heute nicht heilbar.

Behandlung des aHUS

Aufgrund der von Patient zu Patient unterschiedlichen Ausprägung der Symptome und der individuellen Auswirkungen wird in der Regel ein genau auf den Erkrankten zugeschnittener Therapieplan erstellt, mit dem Ziel, die Symptome der thrombotischen Mikroangiopathie abzuschwächen und das Komplementsystem zurück ins Gleichgewicht zu bringen. Es werden z. B. Plasmainfusionen verabreicht. Auch eine Plasmaaustausch-Behandlung kann durchgeführt werden. Einem vorübergehenden oder dauerhaften Nierenversagen kann therapeutisch häufig nur mit einer Dialysebehandlung begegnet werden.

Plasmainfusionen und Plasmaaustausch

Das Blutplasma ist der flüssige Teil des Blutes. In ihm sind eine Vielzahl von lebenswichtigen Substanzen sowie Abfallprodukte des Stoffwechsels gelöst. Bei der Plasmainfusion erhalten die Patienten frisches Plasma von gesunden Spendern. Auf diese Weise führt man dem Blut der Betroffenen normal funktionierende Steuerungs- oder Effektorproteine des Komplementsystems zu, in der Absicht, dass in der Folge das Komplementsystem wieder reguliert wird.
Im Gegensatz zur Plasmainfusion ist der Plasmaaustausch ein etwas aufwändigeres Verfahren. Im ersten Schritt werden mit dem Plasma die defekten Steuerungs- oder Effektorproteine aus dem Blut entfernt. Im zweiten Schritt verabreicht man die gesunden Steuerungs- und Effektorproteine in der Hoffnung, das unkontrollierte Komplementsystem zumindest für eine gewisse Zeit „einzudämmen“ und weitere Organschädigungen zu verhindern. Diese Behandlung kann aber nicht die Ursachen von aHUS beseitigen, sie kann nur helfen, die Symptome zu mildern. Leider lehrt uns die Erfahrung, dass die Krankheit trotz Plasmaaustausch weiter fortschreiten kann.

Dialyse und Nierentransplantation

Kommt es im Krankheitsverlauf von aHUS zum Nierenversagen, muss das Blut der Patienten regelmäßig im Dialyseverfahren gewaschen werden.

Dialyse

Die Blutwäsche (Dialyse) hat die Aufgabe, die schädlichen Stoffwechselprodukte aus dem Blut herauszuwaschen. Im Fall eines akuten (plötzlichen) Nierenversagens kann sie – zeitlich begrenzt – bis zur Wiederherstellung der normalen Nierenfunktion erfolgen. Wenn jedoch die Nieren infolge eines über einen längeren Zeitraum fortschreitenden, chronischen Nierenversagens vollständig und dauerhaft geschädigt sind (endgültiges oder terminales Nierenversagen), ist der Erkrankte auf eine Nierenersatztherapie angewiesen.

Die Dialyse ist eine Form der Nierenersatztherapie. Sie kann als sogenannte Hämodialyse über eine Maschine durchgeführt werden. Das bedeutet, dass der Patient dreimal pro Woche in einer eigens dafür geschaffenen Einrichtung (Dialysestation) für einige Stunden an die Blutwäschemaschine angeschlossen wird, um sein Blut zu säubern und gleichzeitig überschüssiges Wasser aus dem Körperkreislauf zu entfernen. Neben der Dialyse über eine Dialysemaschine gibt es auch die Möglichkeit, das eigene Bauchfell als körpereigene Barriere (Membran) zu nutzen, über die das Blut gereinigt wird. Dieses Verfahren bezeichnet man als Bauchfell- oder Peritonealdialyse.

Die Dialyse lindert nur die Symptome und kann der Krankheitsursache und dem überaktiven Komplementsystem nicht beikommen.

Nierentransplantation

Für Menschen mit einem endgültigen Nierenversagen bietet nach heutigem Stand der Medizin eine Nierentransplantation die beste Versorgung. Die Spenderniere übernimmt dann die Reinigung des Blutes und scheidet überschüssiges Wasser aus. Menschen, denen ein Organ transplantiert wurde, müssen ihr Immunsystem durch Medikamente soweit in Schach halten, dass dieses das fremde Organ nicht abstößt. Sie erhalten daher das Immunsystem unterdrückende Substanzen, sogenannte Immunsuppressiva.

Hemmung des Komplementsystems

Das Komplementsystem, das im gesunden Körper als Teil der Immunabwehr schädliche Erreger erkennt und bei Bedarf zerstört, ist bei den an aHUS erkrankten Menschen ständig aktiviert. Mittlerweile ist es möglich, die übermäßige Aktivität des Systems mit künstlich hergestellten Antikörpern, die über eine Infusion verabreicht werden, zu hemmen. Diese müssen unter Umständen auch nach erfolgter Nierentransplantation weitergegeben werden, damit nicht auch die neue Niere durch die Erkrankung zerstört wird.

Prognose

aHUS-Patienten können heute bei guter therapeutischer Versorgung ein annähernd normales Leben mit guter Lebensqualität führen. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung ist es jedoch weiterhin wichtig, so viele Informationen wie möglich über aHUS zu sammeln, um so ein noch besseres Verständnis der Krankheit zu erhalten sowie deren Therapie weiterzuentwickeln.

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Glossar

Glossar

aHUS Atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom; Folge genetischer oder erworbener Ursachen, durch die es zu einer unkontrollierten Komplementaktivierung kommt; sehr seltene Erkrankung des Blutes, die zu einer erniedrigten Anzahl roter Blutzellen und Blutplättchen sowie zu Nierenversagen und der Schädigung anderer Organe führt.
Anämie Bei einer Anämie verfügt der Körper nicht über genügend rote Blutzellen und wird daher nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt (siehe Erythrozyten und Hämoglobin); Symptome einer Anämie: Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schwäche, Antriebslosigkeit, Verlust an Leistungsfähigkeit.
Antikörper Eiweiße, die spezifische Antigene erkennen und binden können; Teile des Immunsystems.
atypisch Nicht der Norm entsprechend
Blutgerinnsel Wenn sich Blutplättchen und gerinnungsaktive Substanzen im Blut aneinander heften, bilden sie ein Gerinnsel (Thrombus); dieses kann je nach Art, Größe und Lage den Blutfluss in den Venen und den Arterien blocken.
Blutplättchen (Thrombozyten) Kleine, scheibenförmige Blutzellen; spielen beim Wundverschluss und der Gerinnung eine wichtige Rolle (siehe Thrombozyten).
Blutzellen Erythrozyten (rote Blutzellen), Leukozyten (weiße Blutzellen) und Thrombozyten (Blutplättchen)
chronisch Dauernd vorhanden, lang anhaltend
Dialyse Verfahren zur Blutreinigung, wenn die Nieren nicht mehr funktionieren.
Hämolyse Zerstörung roter Blutzellen führt zur Freisetzung von Hämoglobin
Immunsystem Abwehrsystem des Körpers gegen Krankheitserreger, an dem verschiedene Organe des Körpers beteiligt sind.
Infusion Methode, um Medikamente, meist über eine Vene, in die Blutbahn zu bringen.
Kapillare Kleinstes Gefäß des Blutgefäßsystems (Haargefäß); Kapillaren sind wichtig für den Sauerstoffaustausch mit den Organen.
Komplementsystem Teil des Immunsystems, das Erreger oder fremde Zellen zerstört.
Kreatinin Stoffwechselprodukt, das fast vollständig über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden wird; es wird deshalb zur Überprüfung der Nierenfunktion verwendet. Ist der Wert im Blut erhöht, deutet das darauf hin, dass die Fähigkeit der Niere zur Ausscheidung von Stoffwechselprodukten beeinträchtigt ist.
LDH (Laktatdehydrogenase) Großes Enzym (siehe Enzym) im Inneren von Zellen, das bei deren Zerstörung ins Blut gelangt; Anzeichen für eine Schädigung von Zellen in Geweben und Organen; bei aHUS ein Maß für die stattfindende Zerstörung der roten Blutzelle.
Mikroangiopathie Krankheit, die die kleinen Blutgefäße betrifft.
Plasma Flüssiger Teil des Blutes, in dem eine Vielzahl von lebenswichtigen Substanzen sowie auch Abfallprodukte des Stoffwechsels gelöst sind.
Plasmaaustausch Prozess des Austausches des Blutplasmas eines Patienten, um es beispielsweise von bestimmten Komponenten zu reinigen.
Protein Eiweiß
Purpura Blutungen in Haut oder an Schleimhäuten
rote Blutzellen Rote Blutzellen (Erythrozyten) enthalten Hämoglobin als wichtigen Baustein; Hämoglobin bindet den Sauerstoff, den die Erythrozyten durch das Blut von der Lunge zu den Körperzellen transportieren.
Shiga-Toxin Eiweiß, das z. B. von E. coli-Bakterien produziert wird und das zu schweren Durchfällen führt.
STEC-HUS Form des hämolytisch-urämischen Syndroms, das durch das Shiga-Toxin hervorgerufen wird; die Erkrankung ist durch blutige Durchfälle und ein akutes Versagen der Nieren gekennzeichnet.
Syndrom Unterschiedliche Symptome, die zusammen in einem Muster auftreten und somit bestimmte Erkrankungen aufzeigen.
Thrombose Wenn sich Blutplättchen und gerinnungsaktive Substanzen im Blut aneinander heften, bilden sie ein Gerinnsel; dieses kann je nach Art, Größe und Lage den Blutfluss in den Blutgefäßen blockieren.
thrombotisch thrombozytopenische Purpura (TTP) Sehr seltene Erkrankung, die dazu führt, dass in den kleinsten Blutgefäßen Blutgerinnsel entstehen; eine Folge davon ist die TMA im gesamten Körper.
thrombotische Mikroangiopathie (TMA) Erkrankung der kleinen Gefäße (von griechisch: mikro = klein, Angiopathie = Gefäßkrankheit) durch einen Pfropf (griechisch: Thrombus) in Folge einer Gefäßwandschädigung und der Aktivierung von Thrombozyten; es kommt zu Blutgerinnseln und einer gleichzeitigen entzündlichen Reaktion, die zusammen die kleinsten Blutgefäße im Körper beschädigen.
Thrombozyt Blutplättchen; kleine, scheibenförmige Blutzellen; spielen beim Wundverschluss und der Gerinnung eine wichtige Rolle.
Thrombozytenaggregation Zusammenballung (Aggregation) der Blutplättchen (Thrombozyten); es bilden sich Thromben.
Thrombozytopenie Mangel an Blutplättchen
Thrombus

 

Mehrzahl: Thromben (griechisch: Pfropf); bildet sich bei der Zusammenballung von Thrombozyten im Blut und kann zum Gefäßverschluss führen.
Urämie Anreicherung des Blutes mit für den Organismus schädlichen und giftigen Stoffwechselprodukten; Hinweis auf einen Verlust der Nierenfunktion; Symptome einer Urämie sind Übelkeit, Erbrechen, ein metallischer Geschmack im Mund sowie Muskelschmerzen und Schwellungen.
weiße Blutzellen Weiße Blutzellen (Leukozyten) spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr.